Atelierstipendium 2001 - 2004

Aus dem Ausstellungskatalog



Silvia Armbruster:

Manchmal sieht er etwas Besonderes. Dann weiten sich seine Augen und sein Blick wird starr. Lange kann er so verharren. Vor Entsetzen? Vor Erstaunen? Ich weiß es nicht. Aber die Intensität dieses Blickes werde ich nicht vergessen.
Ich glaube, dass es dieser AugenBlick ist, den er dem Zuschauer schenken möchte. Ein überraschter Blick. Ein staunender Blick. Ein schockierter Blick. Ein Mensch wird ganz Auge. Voll Neugier. Voll Lust. Voll Angst.
Schaut das Auge in seine Bühnenräume, so kann es sich an keinem rechten Winkel festhalten, an keiner harten Kante. Stattdessen geschwungene Linien und weiches Material. Das Auge gleitet.

Bis es auf eine kräftige Farbe stößt. von Ihr angezogen wird. Im Kostüm stehen die Farben in starkem Kontarast. Betonen den Körper.
Die Bewegungen. Die Erotik.

Hinsehen müssen, die Augen nicht mehr davon lassen können, den Blick nicht abwenden können - dem Augenblick standhalten.
Schönheit und Schock liegen oft dicht beieinander.